Was ist die OPEC
Die OPEC ist der mächtigste Ölclub der Welt, und wenn sie tagt, zittern die Zapfsäulen überall auf dem Planeten.
Der Kontext
Warum die OPEC gerade alle beschäftigt
Öl ist nie langweilig, aber derzeit brodelt es besonders: Geopolitische Spannungen, schwankende Rohstoffpreise und die Debatten um Förderquoten machen die OPEC wieder zum Dauerthema in den Nachrichten. Wer an der Tankstelle stöhnt oder die Energierechnung öffnet, denkt unweigerlich an diese Organisation.
Die OPEC, Organisation erdölexportierender Länder, wurde 1960 in Bagdad gegründet, von fünf Gründungsstaaten, mit einem klaren Auftrag: die Ölpolitik koordinieren und den Markt stabilisieren. Seitdem ist sie zum zentralen Nervensystem des globalen Ölmarkts geworden.
Seit 2016 operiert die OPEC im erweiterten Format als OPEC+, das auch große Nicht-Mitglieder wie Russland einschließt. Diese Koalition kontrolliert gemeinsam einen erheblichen Teil der weltweiten Ölförderung, und damit indirekt, was Energie kostet.
Das wichtigste Instrument der Organisation: Förderquoten. In regelmäßigen Ministerkonferenzen beschließen die Mitglieder, wie viel Öl gefördert werden darf. Mehr Öl bedeutet tendenziell niedrigere Preise, weniger Öl treibt sie nach oben. Einfach, und dennoch eine der folgenreichsten wirtschaftspolitischen Weichenstellungen weltweit.
Die OPEC ist keine monolithische Einheit: Mitglieder kommen und gehen, Interessen divergieren, und interne Spannungen sind die Regel, nicht die Ausnahme. Trotzdem bleibt sie der maßgebliche Akteur, wenn es darum geht, wer wie viel Öl auf den Weltmarkt bringt.