Anthropic - Häufige Fragen
Anthropic ist das KI-Unternehmen aus San Francisco hinter Claude, 2021 von Dario und Daniela Amodei und weiteren früheren OpenAI-Forschern gegründet. Im Mai 2026 mit 965 Milliarden Dollar bewertet, plant es einen Börsengang, der inzwischen für November 2026 erwartet wird.
Anthropic ist das Unternehmen hinter Claude und wurde 2026 zu einem der wertvollsten nicht börsennotierten Unternehmen der Welt. Gegründet wurde es 2021 in San Francisco von Dario Amodei, Daniela Amodei und sechs weiteren Forschern, überwiegend ehemaligen OpenAI-Mitarbeitern, die ein Unternehmen rund um KI-Sicherheitsforschung aufbauen wollten. Es ist als Public Benefit Corporation organisiert, mit einem unabhängigen Long-Term Benefit Trust, der einen Teil des Vorstands wählt.
Das Kapital floss ungewöhnlich schnell. Im Mai 2026 sammelte Anthropic 65 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von 965 Milliarden ein, nachdem Amazon (5 Milliarden, plus bis zu 20 weitere) und Google (10 Milliarden, plus bis zu 30 weitere) im April neue Zusagen gemacht hatten. Investoren gegenüber meldete das Unternehmen Ende Juli eine annualisierte Umsatzrate von über 65 Milliarden Dollar, nach rund 9 Milliarden Ende 2025, getragen vor allem von Unternehmen und Entwicklern, nicht zuletzt über Claude Code. Am 1. Juni 2026 reichte es vertraulich Unterlagen für einen Börsengang ein; laut Wall Street Journal vom 18. September ist dieser nun für November geplant, bei einer von Investoren erwarteten Bewertung um 2 Billionen Dollar. Bis dahin gibt es keine Anthropic-Aktie zu kaufen.
Bei den Produkten besteht die Modellreihe Ende September 2026 aus Claude Fable 5.1, Claude Opus 5.5 (erschienen am 22. September), Claude Sonnet 5 und Claude Haiku 4.5; Sonnet 5.5 und Haiku 5.5 sind für die kommenden Wochen angekündigt. Ein Modell mit eingeschränktem Zugang, Mythos 5.1, bleibt geprüften Partnern aus Sicherheit und Life Sciences vorbehalten.
Die Ausrichtung auf Sicherheit hat Anthropic auch in Konflikt mit Washington gebracht. Nachdem das Unternehmen sich weigerte, Grenzen bei Massenüberwachung und autonomen Waffen aufzuheben, stufte das Pentagon es im März 2026 als Lieferkettenrisiko ein; die Gerichte haben seither gegensätzlich entschieden, zuletzt am 25. September das Berufungsgericht in Washington zugunsten des Pentagons. Der Bedrohungsbericht vom September 2026, der den Einsatz von KI-Agenten für Teile von Cyberangriffen beschreibt, befeuert die öffentliche Debatte über den Missbrauch agentischer KI. Quellen: Anthropic, Wikipedia, TechCrunch, Reuters, Bloomberg, CNBC, Wall Street Journal.