Elon Musk
Elon Musk gelang 2026 die ehrgeizigste Transaktion seiner Laufbahn: die Eingliederung von xAI in SpaceX und der anschließende Börsengang des Gesamtunternehmens, der größte aller Zeiten mit rund 75 Milliarden Dollar.
Elon Musk: das Jahr, in dem SpaceX an die Börse ging
Das Ereignis des Jahres 2026 im Musk-Universum ist weder eine Rakete noch ein Auto, sondern eine Finanztransaktion von bisher unerreichter Größe. Im Februar wurde xAI in SpaceX eingegliedert, in einem Zusammenschluss, der das Gesamtgebilde mit rund 1,25 Billionen Dollar bewertete. Im Sommer darauf ging diese erweiterte Einheit an die Börse, im größten Börsengang aller Zeiten mit rund 75 Milliarden Dollar.
Die industrielle Logik liegt offen. Künstliche Intelligenz verbraucht Rechenleistung und Energie in einem Maßstab, der zuerst ein Infrastrukturproblem ist und erst danach ein Softwareproblem. Genau das bringt SpaceX ein: Startkapazität zu Kosten, die niemand erreicht, mit Starlink die größte je aufgebaute Satellitenkonstellation und eine Industriekultur, die darauf trainiert ist, Stückkosten zu senken.
Das ist die Konstante seiner Laufbahn. Nach dem Verkauf von Zip2 an Compaq 1999 und von PayPal an eBay 2002 steckte er den Großteil seines Kapitals in zwei Unternehmen, die die Branche für aussichtslos hielt. Zwanzig Jahre später hat Tesla die gesamte Automobilindustrie zum Umstieg auf den Elektroantrieb gezwungen, und SpaceX hat die Wiederverwendung von Trägerraketen zur Routine gemacht, woran fünfzig Jahre staatlicher Programme gescheitert waren.
Im Juli sprach er in der Tesla-Bilanzkonferenz von wachsenden Überschneidungen zwischen dem Autobauer und dem Raumfahrtkonzern, ohne eine Transaktion anzukündigen. Die Möglichkeit einer Annäherung steht damit öffentlich im Raum, und beide Unternehmen teilen bereits Kompetenzen in Batterien, Werkstoffen und Serienfertigung.