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Carlos Alcaraz

Carlos Alcaraz vervollständigte 2026 in Melbourne als jüngster Spieler der Geschichte den Karriere-Grand-Slam. Eine Verletzung am rechten Handgelenk kostete ihn danach die French Open und Wimbledon. Die US Open sollen sein Comeback bringen.

By · datastats · Aktualisiert 4. August 2026
Carlos Alcaraz

Carlos Alcaraz: jüngster Karriere-Grand-Slam, dann der Stillstand

Im Januar 2026 schlug Carlos Alcaraz Novak Djokovic im Finale der Australian Open mit 2:6, 6:2, 6:3, 7:5 und vollendete, was vor ihm nur acht Männer geschafft hatten: alle vier Grand-Slam-Turniere mindestens einmal gewonnen. Er war dabei 22 Jahre, 8 Monate und 27 Tage alt, jünger als jeder andere in der Geschichte des Tennis.

Drei Monate später, am 15. April, stoppte eine Verletzung am rechten Handgelenk diese Entwicklung abrupt. Die Ausfallzeit verlängerte sich Woche für Woche: erst Madrid und Rom, dann die French Open, wo er seinen Titel zu verteidigen hatte, schließlich Wimbledon, abgesagt mit einer unmissverständlichen Erklärung, er sei weiterhin nicht bereit anzutreten. Allein bei den Grand Slams kostete ihn das 3.300 Ranglistenpunkte.

Sein Spiel erklärt, warum die Tour ihn vermisst hat. Er verbindet die Grundlinienarbeit von Rafael Nadal mit dem Netzgefühl, das man Roger Federer zuschrieb, und einer Defensivstärke in der Art Djokovics, dazu kommt der beste Stoppball der Tour. Seine Matches gehen mit einer Häufigkeit über fünf Sätze, die kein anderer Top-5-Spieler erreicht, und genau das hat Zuschauer zurückgeholt, die dem Tennis nach dem Rückzug der vorherigen Generation den Rücken gekehrt hatten.

Für das deutsche Publikum verschiebt sein Ausfall auch die Perspektive auf Alexander Zverev, der 2026 in Wimbledon im Finale stand. Die eigentliche Frage der kommenden Wochen bleibt aber sein Comeback: Die US Open Ende August sind die natürliche Bühne dafür, mit einem zu verteidigenden Titel und einer Rivalität gegen Jannik Sinner, die auf seine Rückkehr wartet.

Häufige Fragen

Sieben. In dieser Reihenfolge: US Open 2022, Wimbledon 2023, French Open 2024, Wimbledon 2024, French Open 2025, US Open 2025 und Australian Open 2026. Mit dem Titel in Melbourne hatte er alle vier Grand-Slam-Turniere mindestens einmal gewonnen, was vor ihm nur acht Männern gelungen war.

Eine Verletzung am rechten Handgelenk, zugezogen am 15. April 2026. Sie kostete ihn die Masters-1000-Turniere in Madrid und Rom sowie die French Open und Wimbledon. Bei seiner Wimbledon-Absage erklärte er, er sei weiterhin nicht bereit anzutreten. Ein verbindliches Comeback-Datum wurde offiziell nicht genannt, kursierende Termine sind daher Spekulation.

Sein Comeback wird auf der nordamerikanischen Hartplatz-Tour und bei den US Open Ende August erwartet. Das ist das naheliegende Szenario: Er verteidigt dort seinen Titel von 2025, und es ist das erste Grand-Slam-Turnier, das er mit ausgeheiltem Handgelenk erreichen kann. Solange sein Team die Meldung nicht bestätigt, bleibt es eine Prognose.

Er war in der Saison 2026 die Nummer 2 der Welt, mit einer Bilanz von 22 Siegen und 3 Niederlagen sowie zwei Titeln in Doha und Melbourne. Die Absagen für die French Open und Wimbledon kosteten ihn allein bei den Grand Slams 3.300 Punkte, seine Position steht also unter Druck und kann sich verschoben haben. Maßgeblich ist die jeden Montag aktualisierte Rangliste auf atptour.com.

Er wurde am 5. Mai 2003 in El Palmar in der Region Murcia geboren und ist damit 23 Jahre alt. Seinen ersten Grand-Slam-Titel gewann er mit 19, den Karriere-Grand-Slam vollendete er mit 22 Jahren, 8 Monaten und 27 Tagen und damit so früh wie kein anderer.

Mit einem Finalsieg über Novak Djokovic mit 2:6, 6:2, 6:3, 7:5. Er verlor den ersten Satz und drehte das Match, ein wiederkehrendes Muster in seinen großen Endspielen. Es war sein siebter Major-Titel und der letzte, der ihm zur kompletten Sammlung fehlte.

Alle vier Grand-Slam-Turniere mindestens einmal im Lauf der Karriere zu gewinnen, nicht zwingend im selben Jahr. Alcaraz ist der neunte Mann, dem das gelang, und der jüngste. Aus deutscher Sicht: Weder Boris Becker noch Steffi Grafs männliche Nachfolger erreichten diese Marke, Becker fehlten die French Open.

Er lebt in Villena in der Provinz Alicante, direkt bei der Akademie Equelite, in der er ausgebildet wurde und weiterhin trainiert. Er stammt aus El Palmar bei Murcia und hat seine Basis bewusst in Südostspanien behalten, statt wie viele Kollegen nach Monaco oder in die Schweiz zu ziehen.

Juan Carlos Ferrero, 2003 selbst die Nummer 1 der Welt und im selben Jahr Sieger der French Open. Anfang 2025 stellten beide die Zusammenarbeit um, damit Ferrero weniger reisen muss, aus familiären Gründen und wegen der Härte des Kalenders. Ein Bruch war es nicht, beide Seiten stellten es als Anpassung dar.

Er ist 1,85 Meter groß und wiegt rund 84 Kilogramm. Er ist damit kein Aufschlagriese wie ein großer Teil der Top 10: Sein Spiel lebt von Antritt, Variation und einem Stoppball, der zu seinem Markenzeichen geworden ist.

Sie prägt das Herrentennis seit dem Ende der Ära der großen drei. Beide teilten die wichtigsten Titel der vergangenen Jahre unter sich auf, ihre Duelle sind zum größten Zuschauerargument der Tour geworden. Alcaraz' Ausfall in der europäischen Saison 2026 legte dieses Kräftemessen vorerst auf Eis.

Eine geprüfte, öffentliche Zahl existiert nicht, jede konkrete Summe im Netz ist eine Schätzung. Belegt ist: über 30 Millionen US-Dollar allein an Preisgeldern sowie Verträge mit Nike, Rolex, BMW und Babolat.

Er hat öffentlich keine Beziehung bestätigt. In Interviews hat er erklärt, dass er sein Privatleben von seiner Karriere trennen möchte. Namen, die in sozialen Netzwerken kursieren, sind unbestätigte Spekulation.

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