Western Union
Western Union ist das älteste Geldtransfernetz der Welt – praktisch, teuer und ein Lieblingskanal für Betrüger weltweit.
Western Union wurde 1851 in den USA gegründet und ist heute eines der bekanntesten Unternehmen für internationale Geldtransfers. Das Netzwerk umfasst über 500.000 Agentenstellen in mehr als 200 Ländern und Territorien – ein unerreichter Vorteil für Menschen, die Geld in Regionen schicken wollen, in denen klassische Bankverbindungen fehlen oder unzuverlässig sind.
Trotzdem sucht kein Mensch nach Western Union, weil er begeistert ist. Die meisten Suchanfragen drehen sich um drei Kernthemen: Was kostet das wirklich? Kann ich dem Service trauen? Und: Bin ich gerade dabei, auf einen Betrug hereinzufallen? Das sind legitime Fragen – und Western Union selbst beantwortet sie ungern vollständig.
Das Unternehmen hat eine dokumentierte und teure Vergangenheit mit Betrug. 2017 zahlte Western Union 586 Millionen US-Dollar an US-Behörden, nachdem es zugegeben hatte, bei der Verarbeitung von Transaktionen, die mit Betrug in Verbindung standen, versagt zu haben. Das ist keine Kleinigkeit – das ist ein rechtskräftig festgestelltes Systemversagen.
Auf der Kostenseite ist Western Union selten die günstigste Option. Die Gebühren variieren stark je nach Zielland, Zahlungsweg und Transferbetrag. Hinzu kommen Wechselkurse, die zugunsten des Unternehmens abweichen – ein versteckter Aufpreis, den viele Nutzer übersehen. Wer regelmäßig Geld ins Ausland überweist, sollte Western Union immer mit Alternativen wie Wise, Remitly oder lokalen Anbietern vergleichen.