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Venmo ist die Zahlungsapp der Amerikaner unter Freunden, doch aus deutscher Sicht lautet die erste Frage: Kann man sie nutzen?

By · datastats · Aktualisiert 13. Juni 2026
Venmo
Shobhit Seth Nathan McAlone Tara Niebeling · CC BY-SA 4.0

Venmo startete 2009 und wurde für eine Generation von Amerikanern die Art, Miete zu teilen, die Restaurantrechnung zu begleichen und Freunden Geld zurückzuzahlen, so verbreitet, dass « Venmo me » zur Alltagssprache wurde. Es gehört PayPal, was ihm den Rückhalt eines der größten Zahlungsunternehmen gibt, und ist für seinen markanten sozialen Feed bekannt, der Zahlungen zeigt (mit Notiz, nicht Betrag).

Aus deutscher Sicht ist die erste Frage eine andere als für Amerikaner: Es geht weniger darum, wie man sie nutzt, als ob man es kann. Die ehrliche Antwort lautet nein, Venmo bleibt auf die USA beschränkt. Die folgenden Antworten behandeln Verfügbarkeit, Sicherheit, Betrug und lokale Alternativen. Nichts davon ist Finanzberatung; bei einem Kontoproblem den offiziellen Support nutzen, nie eine zufällig gefundene Nummer.

Häufige Fragen

Nein. Venmo ist für die USA konzipiert: Man braucht in der Regel ein US-Bankkonto und eine US-Telefonnummer, und die App ist für Zahlungen zwischen US-Nutzern gedacht. Aus Deutschland lässt sich kein funktionierendes Venmo-Konto eröffnen und auch kein Geld darüber empfangen. Für vergleichbare Zwecke (einem Freund Geld zurückzahlen, eine Rechnung teilen) sind die lokalen Alternativen PayPal, das zum selben Mutterkonzern gehört, Wero und Neobanken wie Revolut.

Für alltägliche Zahlungen zwischen bekannten Personen ist Venmo weitgehend sicher, es gehört PayPal, nutzt Verschlüsselung und bietet PIN und Zwei-Faktor-Authentifizierung. Die Hauptrisiken sind Betrug und der soziale Feed: standardmäßig kann Venmo Transaktionen sichtbar machen, und Betrüger nutzen die sofortige, schwer umkehrbare Natur der Zahlungen aus. Behandle es wie Bargeld: sicher bei Vertrauten, riskant bei Fremden. Stelle die Privatsphäre auf « privat ».

Venmo gehört PayPal. 2009 gegründet, wurde die App 2012 von Braintree übernommen und kam zu PayPal, als dieses 2013 Braintree kaufte. Die Muttergesellschaft ist also eines der größten und etabliertesten Zahlungsunternehmen der Welt, relevant, wenn man Venmos Schutz und Zuverlässigkeit mit neueren Fintech-Apps vergleicht.

Nein, Venmo ist keine Bank; es ist ein Zahlungsdienst von PayPal, der mit Partnerbanken arbeitet. Ein einfaches Venmo-Guthaben ist nicht automatisch abgesichert (FDIC in den USA), auch wenn einzelne Funktionen, die Venmo-Debitkarte oder Gehaltseingang über Partnerbanken, unter bestimmten Bedingungen eine Pass-through-Absicherung bieten können. Praktisch: Geld auf Venmo ist bequem, entspricht aber nicht Geld auf einem abgesicherten Bankkonto.

Ja. Häufige Maschen: falsche Rückerstattungen für « versehentliche Zahlungen », gefälschte Gewinne oder Gewinnspiele, Romance-Scams und Verkäufer (oder Käufer), die Venmos Person-zu-Person-Design ausnutzen. Da Zahlungen sofort erfolgen und für einander vertrauende Menschen gedacht sind, rät Venmo ausdrücklich davon ab, Fremde für Waren und Dienstleistungen zu bezahlen. Die sicherste Regel: Geld nur an Personen senden, die man wirklich kennt.

PayPal, derselbe Mutterkonzern wie Venmo, ist in Deutschland der De-facto-Standard für Zahlungen an Kontakte und Online-Käufe. Wero, der neue europäische Bezahldienst der Banken, ermöglicht Überweisungen per Handynummer direkt aus der Banking-App. Für eine Multiwährungskarte mit mehr Funktionen runden Revolut und N26 das Bild ab. Den sozialen Feed von Venmo bildet keine davon nach, aber der Alltag ist abgedeckt.

Beide gehören zum selben Unternehmen, zielen aber auf unterschiedliche Zwecke. PayPal ist global, auf Online-Käufe und Käuferschutz ausgerichtet und in vielen Ländern verfügbar. Venmo ist ein US-Dienst, der auf Zahlungen unter Freunden mit seinem typischen sozialen Feed ausgerichtet ist. In Deutschland nutzt man also PayPal, nicht Venmo: Venmo ist dort nicht verfügbar, während PayPal weit verbreitet ist.

Mehrere Quellen: Gebühren bei Zahlung per Kreditkarte, Gebühren für Sofortüberweisungen auf Bank oder Karte (Standardüberweisungen in 1-3 Tagen sind kostenlos), Interchange-Einnahmen über die Venmo-Karte, Gebühren beim Kauf und Verkauf von Krypto sowie Zahlungen an Händler, die Venmo akzeptieren. Der Kern der privaten Nutzung bleibt kostenlos, Gebühren entstehen rund um Tempo und bestimmte Geldquellen.

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