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Pepsi ist der ewige Zweite, und verdient dabei Milliarden.

By · datastats · Aktualisiert 4. Juni 2026
Pepsi
Peter Bond from Philadelphia, USA · CC BY-SA 2.0

PepsiCo ist einer der mächtigsten Lebensmittel- und Getränkekonzerne der Welt, mit Hauptsitz in Purchase, New York. Das Unternehmen wurde 1965 durch die Fusion von Pepsi-Cola und Frito-Lay gegründet und erzielte 2023 einen Jahresumsatz von rund 91 Milliarden US-Dollar. Zum Portfolio gehören nicht nur das namensgebende Cola-Getränk, sondern auch Chips, Säfte, Energydrinks und Sportgetränke, von Lay’s über Gatorade bis Tropicana.

Das Kernprodukt, Pepsi-Cola, hat eine Geschichte, die bis ins Jahr 1893 zurückreicht. Caleb Bradham, ein Apotheker aus North Carolina, entwickelte das Rezept und wollte damit die Verdauung fördern, daher auch der Name. Obwohl Pepsi im direkten Geschmackstest oft überraschend gut abschneidet, läuft es im globalen Marktanteil Coca-Cola seit Jahrzehnten hinterher.

Menschen suchen nach Pepsi, weil die Marke in einem der faszinierendsten Dauerrivalen-Duelle der Wirtschaftsgeschichte steckt: dem Cola-Krieg gegen Coca-Cola. Die Fragen drehen sich um Eigentümer, Preise, Tochtermarken und natürlich den alles entscheidenden Geschmacksvergleich. Wer wirklich versteht, wie groß PepsiCo als Konzern ist, hört auf, es nur als Getränkemarke zu betrachten.

Was die Finanzwelt besonders interessiert: Pepsi ist, anders als Coca-Cola, ein diversifizierter Lebensmittelriese, dessen Snack-Sparte (Frito-Lay) in den USA profitabler ist als das Getränkegeschäft. Das macht PepsiCo zu einem anderen Investment-Case als Coke, auch wenn beide als klassische Dividenden-Bluechips gelten und im S&P 500 vertreten sind.

Häufige Fragen

Sort of, es kommt darauf an, wie man „größer" misst. Beim Gesamtumsatz und der Produktvielfalt liegt PepsiCo (ca. 91 Mrd. USD Umsatz 2023) vor Coca-Cola (ca. 45 Mrd. USD), weil PepsiCo auch Snacks und Lebensmittel verkauft. An der Börse und beim reinen Getränkemarktanteil ist Coca-Cola jedoch klar die Nummer eins.

Coca-Cola ist in den USA beliebter, das zeigen Marktanteilsdaten konsistent seit Jahrzehnten. Coke führt im Segment Colas klar vor Pepsi, obwohl Pepsi in Blindtests historisch gut abschneidet (Stichwort: „Pepsi Challenge" der 1970er und 80er). Im Supermarkt greifen Amerikaner häufiger zur roten Dose.

Yes, Pepsi wurde tatsächlich in North Carolina erfunden. Apotheker Caleb Bradham kreierte das Getränk 1893 in New Bern, North Carolina, ursprünglich unter dem Namen „Brad's Drink". 1898 taufte er es in Pepsi-Cola um. Die Produktionsgeschichte des heutigen Konzerns ist freilich längst global.

Wie nahezu alle Konsumgüter hat Pepsi in den Jahren 2021–2023 die Preise stark erhöht, PepsiCo selbst sprach intern von gezielten „Preiserhöhungsmaßnahmen", die Rohstoff-, Energie- und Logistikkosteninflation abfedern sollten. Kritiker warfen dem Konzern allerdings vor, unter dem Deckmantel der Inflation die Margen zu verbessern, ein Vorwurf, der durch PepsiCos gleichzeitig gestiegene Gewinne Nahrung bekam. Im Jahr 2024 begann PepsiCo, auf Preisdruck von Händlern und Verbrauchern zu reagieren und Promotions wieder hochzufahren.

PepsiCo besitzt ein beeindruckendes Imperium: Getränke wie Pepsi, 7UP (in vielen Märkten), Mountain Dew, Lipton (Eistee, Joint Venture), Gatorade und Tropicana (teils abgespalten); Snacks wie Lay's, Doritos, Cheetos, Pringles (übernommen 2012) und Quaker-Produkte (Haferflocken, Riegeln). Es ist eben kein reiner Getränkekonzern.

Coca-Cola war zuerst da, es wurde 1886 von John Pemberton in Atlanta erfunden. Pepsi folgte erst 1893, als Caleb Bradham in North Carolina sein Rezept entwickelte. Coke hat also einen Vorsprung von sieben Jahren und hat diesen Erstmover-Vorteil bis heute in seiner Markenbekanntheit verteidigt.

The Coca-Cola Company besitzt über 500 Marken weltweit, darunter Fanta, Sprite, Mezzo Mix, Fuze Tea, Powerade, Minute Maid, Smartwater und Monster Energy (Minderheitsbeteiligung). Im Gegensatz zu PepsiCo konzentriert sich Coca-Cola fast ausschließlich auf Getränke, kein Snack-Geschäft, dafür eine breitere globale Getränkeabdeckung.

Ja, Lay's gehört zu Frito-Lay, einer 100-prozentigen Tochter von PepsiCo. Die Fusion von Pepsi-Cola und Frito-Lay im Jahr 1965 schuf erst PepsiCo als Konzern. Wer eine Tüte Lay's kauft, befüllt also direkt Pepsis Kasse.

Die wichtigsten Tochterunternehmen sind Frito-Lay North America (Chips und Snacks), Quaker Foods (Frühstücksprodukte), Gatorade (Sportgetränke), Tropicana Brands Group (Säfte, seit 2021 ein Joint Venture mit PAI Partners) sowie zahlreiche regionale Getränke-Abfüllbetriebe. PepsiCo operiert in über 200 Ländern.

Der Name leitet sich von „Pepsin" (einem Verdauungsenzym) und „Kola-Nüssen" ab, Erfinder Caleb Bradham bewarb sein Getränk als verdauungsfördernd und belebend. Aus „Pepsi-Cola" wurde im Laufe der Jahrzehnte schlicht „Pepsi". Dass der Name ursprünglich medizinische Ansprüche transportieren sollte, ist das Letzte, was der Konzern heute betont.

PepsiCo ist ein börsennotiertes Unternehmen (NASDAQ: PEP), es gibt also keinen einzelnen Eigentümer. Die größten institutionellen Aktionäre sind Vanguard, BlackRock und State Street, klassische Index-Riesen. Ramon Laguarta ist seit 2018 CEO und damit der operative Chef, aber kein Mehrheitseigentümer.

Pepsi wird weltweit in Hunderten von Abfüllanlagen produziert, teils direkt von PepsiCo, teils durch lizenzierte Abfüllpartner. In Deutschland wird Pepsi unter anderem von der Sinalco-Gruppe produziert und abgefüllt. Das Konzentrat kommt zentral vom Konzern, das eigentliche Mischen und Abfüllen passiert regional.

Gleiche Antwort, klarer gesagt: Caleb Bradham wählte den Namen 1898, um auf die Zutaten und den vermeintlichen Gesundheitsnutzen hinzuweisen, Pepsin für die Verdauung, Kola für die Energie. „Brad's Drink" war einfach kein marktfähiger Name. Pepsi-Cola klang damals wie ein funktionales Gesundheitsgetränk, was in der Apotheker-Kultur des späten 19. Jahrhunderts ein cleverer Zug war.

Keines der beiden ist gesund, das ist die ehrliche Antwort. Beide Getränke enthalten in der Standardvariante rund 35–40 g Zucker pro 355-ml-Dose und kaum Nährstoffe. Pepsi hat minimal mehr Zucker als Coke, aber der Unterschied ist ernährungsphysiologisch irrelevant. Wer auf Gesundheit achtet, trinkt keines von beiden in größeren Mengen.

In Deutschland wird Pepsi durch die Sinalco-Gruppe abgefüllt, die PepsiCo als Lizenznehmer fungiert. Die Abfüllstandorte liegen in Deutschland verteilt; das genaue Netzwerk wird vom Konzern nicht groß kommuniziert. Auf der Flasche findet sich der jeweilige Abfüllbetrieb im Kleingedruckten.

Das ist keine objektive Frage, aber die Marktdaten sprechen eine eindeutige Sprache: Die Mehrheit kauft Coca-Cola, also "wählt" sie mit dem Geldbeutel Coke. Interessanterweise zeigen Blindtests seit der „Pepsi Challenge" immer wieder, dass viele Tester Pepsi bevorzugen, wenn sie die Marke nicht sehen. Sobald die Marke sichtbar ist, gewinnt Coca-Cola, Branding schlägt Geschmack.

Pepsi enthält pro 100 ml geringfügig mehr Zucker als Coca-Cola Classic, laut Nährwertkennzeichnung liegt Pepsi bei etwa 11 g Zucker pro 100 ml, Coke bei etwa 10,6 g. Der Unterschied ist minimal und gesundheitlich bedeutungslos; beide Produkte liegen weit über empfohlenen Zuckergrenzen für Erfrischungsgetränke.

Nein, Afri-Cola ist eine westdeutsche Marke, die bereits 1931 in Köln eingeführt wurde. In der DDR war Afri-Cola nicht erhältlich; sie war ein Westprodukt. Allerdings ist die Marke durch ihre kultigen Werbekampagnen der 1960er-Jahre (Reklame mit Charles Wilp) vor allem in Westdeutschland bekannt geworden.

Als Marke hat Coca-Cola gewonnen, kein ernsthafter Marktanalyst würde das bestreiten. Coke hat den höheren globalen Marktanteil, den stärkeren Markenwert und die längere Geschichte. Pepsi hat dafür den besseren Konzern gebaut: PepsiCo ist als Gesamtunternehmen profitabler diversifiziert, weil Frito-Lay und Quaker das reine Getränkerisiko abfedern.

Das DDR-eigene Cola-Getränk hieß **Club-Cola**, eine im VEB Getränkekombinat Berlin hergestellte Brause, die als Antwort auf westliche Colas konzipiert wurde. Daneben gab es **Vita-Cola**, produziert in Thüringen, das bis heute in Ostdeutschland verkauft wird und dort echte Kultstatus-Loyalität genießt. Westliche Marken wie Pepsi oder Coca-Cola waren in der DDR so gut wie nicht erhältlich.

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