Oreo
Oreo ist der meistverkaufte Keks der Welt – und steckt voller Geheimnisse, die der Konzern dahinter lieber nicht laut sagt.
Oreo: Der schwarze Keks mit dem weißen Geheimnis
Oreo ist seit 1912 auf dem Markt und hat sich zum unangefochtenen Weltmarktführer unter den Keksen entwickelt. Jedes Jahr werden Milliarden Packungen in über 100 Ländern verkauft – ein industrielles Phänomen, das weit über seinen simplen Geschmack hinausgeht. Hinter dem harmlosen Sandwich-Keks steckt ein globaler Lebensmittelkonzern, der mit Zucker, Marketinggenialität und einem einprägsamen Ritual eine der stärksten Marken der Welt aufgebaut hat.
Die Fragen, die Menschen über Oreo stellen, sind erstaunlich direkt: Was ist da eigentlich drin? Ist das Füllung überhaupt echte Sahne? Macht der Keks den Stuhlgang schwarz? Der Konzern – heute Mondelēz International – liefert auf solche Fragen keine Antworten in seinen Pressemitteilungen. Datastats schon.
Oreo ist auch kulturell tief verankert: das „Twist, Lick, Dunk”-Ritual, die endlosen Sondereditions und Kollaborationen haben aus einem schlichten Fabrikprodukt eine Popkultur-Ikone gemacht. Dabei ist die Herkunft der Marke alles andere als glamourös – sie ist das Ergebnis einer dreisten Nachahmung, die das Original schließlich überholte.
Das Geschäft mit Oreo ist gigantisch: Allein die Marke generiert jährlich mehrere Milliarden US-Dollar Umsatz für Mondelēz. Für einen Keks, dessen Hauptzutaten Zucker, billiges Pflanzenfett und Kakao sind, ist das eine bemerkenswerte Kapitalrendite – und ein Lehrstück darüber, wie Branding echten Mehrwert ersetzen kann.