Nutella
Nutella ist das meistverkaufte Nuss-Nougat-Aufstrich der Welt – und einer der am heftigsten kritisierten Lebensmittelartikel überhaupt.
Nutella: Süßer Weltmarktführer mit bitterem Beigeschmack
Nutella wurde 1964 vom italienischen Hersteller Ferrero eingeführt und ist heute in über 160 Ländern erhältlich. Das Produkt entstand aus der Not heraus: Pietro Ferrero streckte nach dem Zweiten Weltkrieg knappe Kakaomassen mit günstigem Haselnuss-Fett – und erfand dabei versehentlich ein Milliardenprodukt. Heute erwirtschaftet Ferrero mit Nutella einen Jahresumsatz im hohen einstelligen Milliardenbereich (Euro).
Was die meisten Menschen beim Frühstück kaum ahnen: Nutella besteht zu rund 57 % aus Zucker und zu etwa 30 % aus Palmöl – Haselnüsse und Kakao machen zusammen nur einen Bruchteil aus. Genau diese Zusammensetzung macht das Produkt so umstritten, so günstig in der Herstellung und gleichzeitig so schwer zu imitieren.
Ferrero bewirbt Nutella seit Jahrzehnten mit Bildern von Vollkornbrot, aktiven Kindern und glücklichen Familien. Verbraucherschützer und Ernährungswissenschaftler sehen das anders: Der Nutri-Score stuft Nutella in der schlechtesten Kategorie ein (E in Deutschland). Der Konzern hat juristisch und lobbyistisch gegen Kennzeichnungspflichten gekämpft.
Die Fragen, die Nutzer stellen – zu Palmöl, Boykotten, regionalen Rezeptunterschieden und gesunden Alternativen – zeigen: Der Appetit auf Transparenz ist mindestens so groß wie der auf den Aufstrich selbst. Diese Seite beantwortet, was Ferrero lieber verschweigt.