Lindt
Lindt verkauft das Versprechen purer Schweizer Luxus-Schokolade, doch hinter dem goldenen Hasen stecken Preisstrategien, Klagen, Boykottaufrufe und eine Aktie, die teurer ist als ein Gebrauchtwagen.
Lindt & Sprüngli: Schweizer Schokolade, globales Geschäft
Lindt & Sprüngli wurde 1845 in Zürich gegründet und ist heute einer der wertvollsten Schokoladenkonzerne der Welt. Der Konzern besitzt neben der Stammmarke Lindt auch Ghirardelli, Russell Stover und Caffarel, und ist damit deutlich mehr als nur der goldene Hase im Supermarktregal.
Das Unternehmen ist an der Schweizer Börse kotiert (SIX Swiss Exchange) und für seine astronomisch hohe Aktiennotierung bekannt: Eine einzelne Registered Share kostet regelmäßig über 100.000 Schweizer Franken, einer der teuersten Aktientitel der Welt. Das macht Lindt zum Dauergast in Finanzforen und Börsenchats.
In den letzten Jahren häufen sich die Fragen rund um Preiserhöhungen, Rückrufe, Palmöl und Boykottaufrufe. Menschen wollen wissen, ob die Qualität den Preis rechtfertigt, und ob Lindt tatsächlich so sauber und premium ist, wie das Marketing suggeriert.
Dazu kommen juristische Auseinandersetzungen: Lindt ist bekannt dafür, aggressiv gegen Nachahmer vorzugehen, von Aldi bis zu kleinen Confiserien. Der Konzern hat den goldenen Osterhasen als dreidimensionale Marke schützen lassen und verteidigt diesen Schutz mit harten Mitteln.