IKEA
IKEA verkauft das Versprechen von Erschwinglichkeit, aber wenn man genau hinschaut, ist nicht alles so günstig, wie das blaue-und-gelbe Logo suggeriert.
IKEA ist das größte Möbelhandelsunternehmen der Welt, 1943 von Ingvar Kamprad im schwedischen Småland gegründet. Heute gehört die Marke zur Stichting INGKA Foundation, einer niederländischen Stiftung mit Sitz in den Niederlanden, ein Konstrukt, das Milliarden an Steuern optimiert und das Unternehmen faktisch unverkäuflich macht. Schwedisch ist also vor allem das Image; die Eigentümerstruktur ist knallhart holländisch-steueroptimiert.
Das Geschäftsmodell basiert auf Flatpack-Möbeln, Selbstmontage und einer globalen Lieferkette, die Kosten auf den Kunden abwälzt, Stichwort: Du baust es selbst zusammen, du fährst ins Möbelhaus, du transportierst es heim. Sobald IKEA diese Aufgaben übernimmt, zum Beispiel bei der Lieferung, wird es sofort teuer.
Millionen Deutsche suchen jährlich nach IKEA-Gehältern, Lieferkosten, Rückrufaktionen und dem Vergleich mit Konkurrenten. Genau das sind die Fragen, die IKEA auf seiner eigenen Website elegant umschifft. Hier kommen die Antworten.
Der Konzern beschäftigt weltweit über 220.000 Menschen und macht einen Jahresumsatz von rund 47 Milliarden Euro (Geschäftsjahr 2023). In Deutschland ist IKEA einer der bekanntesten Arbeitgeber im Einzelhandel, aber ob es ein guter ist, hängt davon ab, wen man fragt.