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Costco

Costco ist der Mitgliederclub, der mit Jahresgebühr und Großpackungen lockt – und dabei bewusst verschweigt, wie viele Menschen ganz legal ohne Karte einkaufen können.

By · datastats · Aktualisiert 4. Juni 2026
Costco
Coolcaesar · CC BY-SA 4.0

Was ist Costco – und warum googelt alle Welt danach?

Costco Wholesale ist ein US-amerikanischer Mitglieder-Großhandel, der 1983 in Seattle gegründet wurde und heute zu den umsatzstärksten Einzelhändlern der Welt zählt. Das Prinzip ist simpel und trotzdem genial: Wer kaufen will, zahlt erst eine Jahresgebühr – und bekommt dafür Zugang zu Produkten in Großpackungen zu auffallend niedrigen Preisen. Weltweit betreibt Costco über 890 Lagerhäuser (Stand 2025), darunter Standorte in Deutschland, Großbritannien, Spanien, Japan, Australien und weiteren Ländern.

Das Geschäftsmodell unterscheidet sich radikal vom normalen Einzelhandel: Costco verdient seinen eigentlichen Gewinn nicht an den Produkten, sondern an den Mitgliedsbeiträgen. Die Handelsmarge auf Waren ist bewusst niedrig gehalten – nie über 15 Prozent. Das zwingt das Unternehmen zur Effizienz und erklärt, warum Costcos Eigenmarke Kirkland Signature in Qualitätstests regelmäßig Markenprodukte schlägt.

In Deutschland ist Costco seit 2022 aktiv und expandiert kontinuierlich. Viele Deutsche kennen das Konzept noch nicht aus eigener Erfahrung und stellen sich die naheliegenden Fragen: Was kostet das überhaupt? Muss ich wirklich Mitglied sein? Darf ich als Ausländer oder Tourist dort einkaufen? Genau diese Fragen beantwortet diese Seite – ohne das Marketing-Weichspülen, das Costco selbst betreibt.

Was Costco nie laut sagt: Es gibt legale Wege, die Kasse zu nutzen, ohne Mitglied zu sein – etwa über Geschenkkarten. Und die Mitgliedschaft lohnt sich nur dann, wenn man die Großpackungen auch wirklich verbraucht. Für Singles oder kleine Haushalte kann die Rechnung schnell nicht mehr aufgehen.

Häufige Fragen

In Deutschland kostet die Standard-Mitgliedschaft (Gold Star) 36 Euro pro Jahr, die Executive-Mitgliedschaft schlägt mit 72 Euro pro Jahr zu Buche. Dafür sind im Standardtarif zwei Karten inbegriffen – eine für das Hauptmitglied, eine für eine weitere Person im selben Haushalt. Die Executive-Mitgliedschaft bringt zusätzlich zwei Prozent Cashback auf Einkäufe, was sich ab einem Jahresumsatz von rund 1.800 Euro rechnet.

Die Costco-Mitgliedschaft in Deutschland startet bei 36 Euro im Jahr für die Gold-Star-Variante. Die Executive-Variante kostet 72 Euro jährlich und bietet zwei Prozent Rückvergütung auf berechtigte Einkäufe. In anderen Ländern weichen die Preise ab – in den USA etwa kostet die Basismitgliedschaft 65 US-Dollar (Stand 2024, nach der letzten Preiserhöhung).

In Großbritannien darf Costco traditionell nur an gewerbliche Mitglieder verkaufen – das ist eine Nachwirkung der ursprünglichen Lizenzstruktur, unter der Costco dort als Großhändler operiert. Privatpersonen konnten sich lange nur über berufliche Qualifikationen (z. B. als Selbstständige, Beamte oder Mitglieder bestimmter Berufsgruppen) anmelden. Diese Regelung wird zwar zunehmend aufgeweicht, bleibt aber ein deutlicher Unterschied zur deutschen oder US-amerikanischen Praxis, wo praktisch jeder eine Privatmitgliedschaft abschließen kann.

In Deutschland: 36 Euro (Gold Star) oder 72 Euro (Executive) pro Jahr. Die Karte gilt in allen Costco-Filialen weltweit – wer also auf Reisen ist, kann mit deutscher Karte auch in den USA, Japan oder Spanien einkaufen. Die Mitgliedschaft ist auf Antrag vollständig rückerstattbar, wenn man innerhalb des ersten Jahres unzufrieden ist.

Nein – zumindest nicht, um regulär einzukaufen. Ohne gültige Mitgliedskarte kommt man nicht an die Kasse. Es gibt jedoch eine legale Hintertür: Wer eine Costco-Geschenkkarte (Cash Card) besitzt, darf damit auch ohne eigene Mitgliedschaft einkaufen. Außerdem darf man die Apotheke und in manchen Ländern die Tankstelle ohne Mitgliedschaft nutzen – aber das ist von Standort zu Standort verschieden.

Ja, die Staatsbürgerschaft spielt keine Rolle. Costco verlangt keinen deutschen oder europäischen Pass – ein gültiger Lichtbildausweis und eine Zahlungsmethode reichen aus. Auch Aufenthaltstitel oder ausländische Pässe werden akzeptiert. Die Mitgliedschaft ist personengebunden, nicht nationalitätsgebunden.

Die Verlängerung kostet genauso viel wie die Erstmitgliedschaft: 36 Euro für Gold Star oder 72 Euro für Executive – jährlich, ohne versteckte Aufschläge. Costco verlängert automatisch per Lastschrift oder Kreditkarte, wenn man eine entsprechende Einzugsermächtigung erteilt hat. Wer das nicht will, muss aktiv kündigen.

Ja, selbstverständlich. In Deutschland gibt es mehrere Costco-Filialen, etwa in Wustermark bei Berlin, in Langenfeld (NRW) und weiteren Standorten. Eine deutsche Mitgliedschaft gilt außerdem weltweit in allen Costco-Lagerhäusern. Deutsche Staatsbürger sind bei Costco willkommen – vorausgesetzt, sie haben eine gültige Mitgliedskarte.

Entweder direkt im Warehouse an der Mitglieder-Servicetheke oder online auf costco.de. Man wählt den Mitgliedschaftstyp (Gold Star oder Executive), zahlt die Jahresgebühr und erhält sofort eine vorläufige Mitgliedskarte. Die physische Karte mit Foto wird vor Ort ausgestellt. Der ganze Prozess dauert keine 15 Minuten.

Ja, ohne Einschränkung. Costco ist eines der am besten bewerteten Unternehmen der Welt in Bezug auf Arbeitsbedingungen, Kundenzufriedenheit und Unternehmenstransparenz. Das Unternehmen ist an der NASDAQ gelistet (Ticker: COST), gehört zu den 15 umsatzstärksten Unternehmen der Welt und hat mit dem American Customer Satisfaction Index seit Jahren Spitzenwerte. Beschwerden über Costco selbst sind selten – Kritik richtet sich eher an einzelne Drittanbieter, die auf Costco-Plattformen verkaufen.

Grundsätzlich jeder, der eine gültige Costco-Mitgliedskarte besitzt. Jede Mitgliedschaft umfasst zwei Karten – die des Hauptmitglieds und die einer zweiten Person im gleichen Haushalt. Zusätzliche Haushaltsmitglieder können gegen Aufpreis hinzugefügt werden. Wer keine eigene Karte hat, kann mit einer Geschenkkarte eines Mitglieds einkaufen.

Costco verdient seinen Gewinn nicht an den Waren, sondern an den Mitgliedsbeiträgen – das ist der entscheidende Unterschied zu jedem anderen Einzelhändler. Weil die Marge auf Produkte gesetzlich auf 15 Prozent gedeckelt ist, hat Costco strukturellen Druck, günstig einzukaufen und günstig weiterzugeben. Hinzu kommt die Eigenmarke Kirkland Signature, die in Blindtests regelmäßig teurere Markenprodukte schlägt – und oft sogar von denselben Herstellern produziert wird.

Costco Wholesale wurde 1983 von James Sinegal und Jeffrey Brotman in Seattle gegründet – als Zusammenschluss mit dem damaligen Konkurrenten Price Club entstand 1993 die heutige Unternehmensform. Heute ist Costco ein börsennotierter Konzern (NASDAQ: COST) ohne dominanten Einzelaktionär. CEO ist seit 2012 Craig Jelinek, der 2024 an Ron Vachris übergab. Institutional-Investoren wie Vanguard und BlackRock halten die größten Anteile.

Ja, mit einer gültigen Costco-Mitgliedskarte aus dem Heimatland. Eine deutsche oder US-amerikanische Karte funktioniert in Costco-Filialen weltweit. Wer keine eigene Karte hat, kann eine Geschenkkarte (Cash Card) von einem Mitglied kaufen und damit eigenständig einkaufen – das ist der einfachste legale Weg für Touristen ohne Mitgliedschaft.

Ja, Costco ist kein exklusiver Gewerbeclub – zumindest nicht in Deutschland. Jede Privatperson kann eine Gold-Star-Mitgliedschaft für 36 Euro im Jahr abschließen, ohne Gewerbeschein oder Berufsnachweis. Der Mythos, Costco sei nur für Unternehmen oder privilegierte Kreise, ist in Deutschland schlicht falsch.

Die Costco-Mitgliedskarte ist im Preis der Mitgliedschaft enthalten – es gibt keine separate Kartengebühr. Gold Star kostet 36 Euro, Executive 72 Euro, jeweils pro Jahr inklusive zweier Karten. Wer eine zusätzliche Haushaltsmitgliedschaft für weitere Personen möchte, zahlt in Deutschland aktuell 36 Euro Aufpreis pro Person.

In den USA ist es Sam's Club, die Mitglieder-Sparte von Walmart – beide kämpfen direkt um dieselbe Zielgruppe. Auf globaler Ebene wird Metro Cash & Carry als nächster Vergleich genannt, insbesondere in Europa. In Deutschland selbst ist der direkteste Konkurrent im Großhandels-Segment Metro. Doch ehrlich gesagt: Costco hat das Mitgliederclub-Modell so konsequent perfektioniert, dass es kaum einen echten Gleichwertigen gibt.

Seit 2023 verschärft Costco weltweit die Kontrolle an den Eingängen – Mitgliedskarten müssen mit einem Lichtbildausweis übereinstimmen, und das Weitergeben von Karten an Nicht-Mitglieder wird konsequenter unterbunden. In den USA testet Costco seit 2024 das Einscannen von Mitgliedsausweisen bereits am Eingang statt erst an der Kasse. In Deutschland gelten dieselben Grundregeln: ohne gültige Karte kein Einlass zum Einkauf.

Ja – mit einer bestehenden Mitgliedskarte aus dem Heimatland, die weltweit gilt. Ohne Karte bleibt der Eingang zum Einkaufsbereich verwehrt. Die praktischste Lösung für Touristen: eine Costco Cash Card (Geschenkkarte) von einem einheimischen Mitglied kaufen und damit selbstständig einkaufen – das ist offiziell erlaubt.

Ja, und die Frage verrät, wie hartnäckig sich der Mythos hält, Costco sei irgendwie exklusiv oder nur für Großabnehmer. In Deutschland braucht man keine Gewerbeanmeldung, keinen besonderen Status und keinen Sponsor – nur 36 Euro Jahresgebühr und einen Lichtbildausweis. Danach steht der Eingang für jeden offen.

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