Sorana Cîrstea
Mit 36 Jahren schreibt Sorana Cîrstea in ihrer Abschiedssaison WTA-Geschichte – und hört trotzdem auf.
Der Kontext
Sorana Cîrstea ist gerade überall: Die rumänische Tennisspielerin hat bei den French Open 2026 das Viertelfinale erreicht – zum ersten Mal seit 2009. Das ist ein Open-Era-Rekord für die längste Pause zwischen zwei Viertelfinalteilnahmen beim selben Grand Slam: 17 Jahre. Serena Williams’ alter Rekord (15 Jahre) ist Geschichte.
Das Pikante daran: Cîrstea hat im Dezember 2025 angekündigt, dass 2026 ihre letzte Saison sein wird. Statt leise abzutreten, dreht sie noch einmal voll auf. Wenige Wochen vor Roland-Garros schlug sie in Rom Weltranglistenerste Aryna Sabalenka und kletterte auf Platz 18 der Welt – die älteste Spielerin, die in der WTA-Geschichte erstmals in die Top 20 vorstößt.
In Paris verlor sie das Viertelfinale am 2. Juni 2026 gegen die an Nummer 8 gesetzte Mirra Andreeva mit 0:6, 3:6 in 56 Minuten – ein klares, wenn auch ernüchterndes Ende eines bemerkenswerten Laufs. Nach dem Match bestätigte sie: Der Rückzug bleibt beschlossen.
Das Interesse ist also völlig berechtigt: Hier verabschiedet sich eine Spielerin, die fast 20 Jahre lang zum Mobiliar der WTA-Tour gehörte, mit einem der stärksten Jahre ihrer gesamten Karriere. Das sucht man im Sport vergeblich – und genau deshalb sucht es gerade alle im Netz.