Zinedine Zidane
Am 28. Juli 2026 wurde Zinedine Zidane offiziell als neuer Nationaltrainer Frankreichs bestätigt, das Ende eines jahrzehntelangen nationalen Wartens.
Zinedine Zidane zählt zu den herausragendsten Fußballern aller Zeiten. Am 23. Juni 1972 in Marseille als Kind algerischer Einwanderer aus der Kabylei geboren, wuchs er im Arbeiterviertel La Castellane auf und wurde zum elegantesten Mittelfeldspieler seiner Ära. Sein Weg führte von AS Cannes und Girondins de Bordeaux über Juventus bis zu Real Madrid, wo er zweimal den Weltrekordablösebetrag kostete. Seinen größten Moment als Spieler erlebte er am 12. Juli 1998: zwei Kopfballtore im WM-Finale gegen Brasilien im Stade de France vor eigenem Publikum. Frankreich, Weltmeister. Dazu kamen die EM 2000 und drei FIFA-Weltfußballer-Auszeichnungen (1998, 2000, 2003). Den Abschluss bildete das dramatischste Karriereende der Sportgeschichte: ein Kopfstoß gegen Marco Materazzi in der Verlängerung des WM-Finals 2006, Platzverweis, Niederlage im Elfmeterschießen, und ein letzter Gang vom Rasen in die Umkleide.
Als Trainer übertraf er alle Erwartungen. Im Januar 2016 bei Real Madrid übernommen, gewann er als einziger Übungsleiter der Geschichte drei aufeinanderfolgende Champions-League-Titel (2016, 2017, 2018). Sein Gesamtpalmarès bei Real Madrid umfasst zwei Amtszeiten (2016–2018, 2019–2021) und mindestens drei Champions Leagues, zwei Ligameistertitel und drei Klub-Weltmeistertitel. Im Mai 2021 verließ er Madrid zum zweiten und letzten Mal, und lehnte in den folgenden Jahren alle großen Angebote ab, mit dem erklärten Ziel, eines Tages Frankreich zu trainieren.
Am 28. Juli 2026 wurde diese Ambition erfüllt. Mit dem Abgang von Didier Deschamps nach der WM 2026, bei der Frankreich im Halbfinale 0:2 gegen den späteren Champion Spanien ausschied, bestätigte der Französische Fußballverband Zidane als neuen Nationaltrainer. Mit 54 Jahren übernimmt er ein Team um Kylian Mbappé, den Torschützenkönig der WM 2026 (10 Tore), und eine Spielergeneration mit dem Potenzial für die größten Titel. Die vorrangigen Ziele: die EM 2028 und die WM 2030, die Frankreich gemeinsam mit Marokko und Spanien ausrichten wird.