Conchita Martínez
Conchita Martínez ist nicht nur Spaniens erste Wimbledon-Siegerin – sie ist heute eine der einflussreichsten Trainerinnen im Damentennis.
Conchita Martínez: Legende auf dem Platz, Macherin hinter den Kulissen
Conchita Martínez wurde am 16. April 1972 in Monzón, einer Kleinstadt in der aragonesischen Provinz Huesca, geboren. Sie wuchs in einer Zeit auf, in der spanisches Tennis fast ausschließlich männlich und sandig war – und räumte trotzdem auf dem heiligen Rasen von Wimbledon ab.
Ihren größten Triumph als Spielerin feierte sie 1994, als sie Martina Navratilova im Wimbledon-Finale bezwang. Damit wurde sie zur ersten Spanierin überhaupt, die in Wimbledon gewann – ein historischer Moment, der ihren Platz in den Geschichtsbüchern des Tennis sicherte.
Nach dem Ende ihrer aktiven Karriere bewies Martínez, dass ihr Gespür für das Spiel noch wertvoller ist als ihr eigener Aufschlag: Als Trainerin führte sie Garbiñe Muguruza 2017 zum Wimbledon-Titel und wurde 2021 zur WTA-Trainerin des Jahres gewählt.
Seit 2024 betreut sie das russische Ausnahmetalent Mirra Andreeva – und gilt als Schlüsselfigur hinter Andreevas Aufstieg zur Grand-Slam-Siegerin. Martínez’ Name steht heute nicht mehr nur für einen einzigen Titel, sondern für eine ganze Schule des Siegens.
Menschen suchen nach ihr, weil sie eine seltene Doppelrolle ausfüllt: Ikone und Kingmaker zugleich – jemand, der Tennisgeschichte sowohl geschrieben als auch mitgeschrieben hat.