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WhatsApp ist der mit Abstand meistgenutzte Messenger weltweit, aber Datenschutz, Betrugsmaschen und die Konkurrenz durch Signal werfen immer mehr Fragen auf.

By · datastats · Aktualisiert 3. Juni 2026
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WhatsApp, 2009 gegründet und seit 2014 im Besitz von Meta (Facebook), hat über zwei Milliarden Nutzer weltweit. In Deutschland ist es der dominierende Messenger – fast jeder hat es installiert. Doch die enge Verzahnung mit Meta, immer neue Betrugsmaschen und die Einführung umstrittener Datenschutzrichtlinien haben die Nutzer skeptisch gemacht. Parallel dazu wächst Signal als datenschutzfreundliche Alternative, was zu immer mehr Vergleichsfragen führt. Die Fragen der Nutzer zeigen, dass viele konkrete Funktionsweisen nicht verstehen – von der Speicherung von Bildern bis zur Übertragung auf ein neues Handy.

Häufige Fragen

Eine aktuelle Masche ist der sogenannte „WhatsApp-Gold“- oder „WhatsApp-Violett“-Betrug, bei dem eine angebliche Premium-Version mit mehr Features beworben wird. Auch Phishing-Nachrichten, die vorgeben, von WhatsApp selbst zu sein und zur Eingabe persönlicher Daten auffordern, sind weit verbreitet. Zudem kursieren Kettenbriefe mit gefälschten Gewinnspielen oder angeblichen Sicherheitswarnungen.

Signal gilt als der vertrauenswürdigste Messenger überhaupt: Die App wird von einer gemeinnützigen Stiftung betrieben, sammelt kaum Daten, ist Open Source und wird regelmäßig von Sicherheitsexperten geprüft. Anders als WhatsApp gehört Signal nicht zu einem Konzern, der mit Nutzerdaten Geld verdient. Allerdings ist die kleinere Nutzerbasis ein praktischer Nachteil.

Standardmäßig werden WhatsApp-Bilder auf Android im internen Speicher unter „WhatsApp/Media/WhatsApp Images“ gespeichert. Auf dem iPhone landen die Bilder in der Foto-App, wenn der automatische Export aktiviert ist. Man kann in den WhatsApp-Einstellungen unter „Chats“ die automatische Speicherung in der Galerie deaktivieren, um den Speicher zu schonen.

Bei Android wird das WhatsApp-Backup standardmäßig in der Google Drive des verknüpften Google-Kontos gespeichert. Auf dem iPhone erfolgt die Sicherung in der iCloud des genutzten Apple-Kontos. Die Wiederherstellung eines Backups ist nur mit demselben Konto und derselben Telefonnummer möglich, mit der das Backup erstellt wurde.

WhatsApp-Sprachnachrichten werden auf Android im Ordner „WhatsApp/Media/WhatsApp Voice Notes“ abgelegt. Auf dem iPhone sind sie in der App selbst gespeichert und lassen sich nicht direkt als Datei exportieren – sie sind an den Chat gebunden. Ein manuelles Verschieben in die Dateien-App ist aber möglich.

Der Wechsel auf ein neues Handy erfolgt bei Android am einfachsten über die integrierte Chat-Umzug-Funktion („Übertrage Chats auf ein neues Gerät“) oder über ein Google-Drive-Backup. Bei iOS hilft der iCloud-Backup oder der direkte Umzug bei der Ersteinrichtung. Wichtig: Vor dem Wechsel ein aktuelles Backup erstellen und auf dem alten Gerät die Telefonnummer bestätigen.

Um WhatsApp-Bilder automatisch in der Galerie zu speichern, muss in den WhatsApp-Einstellungen unter „Chats“ die Option „In Galerie speichern“ aktiviert sein. Bei Android können Bilder auch einzeln gespeichert werden, indem man das Bild öffnet und auf das Teilen-Symbol tippt. Auf dem iPhone reicht ein langer Druck auf das Bild und die Auswahl „Speichern“.

Es gibt keine offizielle Ankündigung, dass WhatsApp 2026 für bestimmte Geräte abgeschaltet wird. WhatsApp hat in der Vergangenheit regelmäßig den Support für alte Betriebssystemversionen eingestellt, zuletzt für Android 4.x und iOS 10. Aktuell wird Android 5.0 (Lollipop) und iOS 12 oder neuer benötigt. Es ist wahrscheinlich, dass bis 2026 neuere Mindestanforderungen gelten.

Die WhatsApp-Nutzungsbedingungen verbieten unter anderem das Versenden von Spam, Betrug, illegalen Inhalten (z. B. Kinderpornografie, Gewalt), unerwünschter Werbung und Viren. Auch automatisierte Nachrichten oder die Nutzung von inoffiziellen Clients (z. B. WhatsApp Plus) sind untersagt. Verstöße können zur Sperrung des Kontos führen.

Signal bietet Ende-zu-Ende-Verschlüsselung standardmäßig für alle Inhalte – bei WhatsApp ist das nur für Chats, nicht für Metadaten wie Kontakte und Nutzungsdaten. Signal sammelt kaum persönliche Daten, wird nicht von einem Werbekonzern betrieben und ist Open Source. Wer Datenschutz ernst nimmt, kommt an Signal kaum vorbei.

Auf keinen Fall sollten Passwörter, PINs, Bankdaten, Kreditkarteninformationen oder vertrauliche Geschäftsunterlagen per WhatsApp verschickt werden – selbst mit Verschlüsselung ist die Datenweitergabe an Meta nicht ausgeschlossen. Auch persönliche Fotos oder Dokumente, die im Falle eines Hackerangriffs sensibel wären, sind riskant. Private Fotos oder intime Nachrichten gehören grundsätzlich nicht in einen Messenger eines Werbekonzerns.

Ja, in bestimmten Fällen kann die Polizei auf WhatsApp-Nachrichten zugreifen. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung schützt die Inhalte während der Übertragung, aber die Metadaten (wer wann mit wem kommuniziert) liegen bei Meta und können von Behörden im Rahmen von Rechtshilfeersuchen angefordert werden. Zudem können Geräte beschlagnahmt und lokal ausgelesen werden, oder es kann Spyware zum Einsatz kommen.

1. Zuletzt online und Profilbild: Auf „Niemand“ oder „Meine Kontakte“ stellen, um nicht von Fremden beobachtet zu werden. 2. Lesebestätigungen ausschalten (unter „Datenschutz“): So sieht niemand, ob du gelesen hast – du siehst dann aber auch nicht, wer deine Nachrichten gelesen hat. 3. Automatische Medienspeicherung deaktivieren (unter „Chats“): Das verhindert, dass alle empfangenen Fotos und Videos ungefragt in der Galerie landen.

Nein, wenn du eine Person in deinen Kontakten hast, sieht sie nicht, dass du sie in deinem Adressbuch hast. Allerdings kann WhatsApp deine Kontakte an Meta übermitteln, um Funktionen wie „Kontakte finden“ zu ermöglichen. Die gespeicherte Nummer allein verrät einer anderen Person nicht, dass du sie eingespeichert hast – nur eine Nachricht macht das deutlich.

Der Hauptgrund ist der fehlende Datenschutz: WhatsApp gehört zu Meta, das Nutzerdaten – darunter Metadaten, Geräteinformationen und Standort – für Werbezwecke auswertet. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung schützt zwar die Chat-Inhalte, aber nicht die umfangreiche Datensammlung. Zudem gab es mehrfach Sicherheitslücken und die Weitergabe von Daten an US-Behörden.

Nein, das kann man selbst einstellen. Standardmäßig kann jeder, der deine Nummer gespeichert hat, deinen Status sehen. In den Datenschutzeinstellungen unter „Status“ kann man die Sichtbarkeit auf „Meine Kontakte“ oder sogar auf „Niemand“ beschränken. Eine individuelle Auswahl ist nicht möglich – nur bestimmte Kontakte ausschließen oder zulassen.

Es gibt keinerlei Anzeichen oder Pläne, dass WhatsApp in Deutschland abgeschaltet wird. Im Gegenteil: WhatsApp ist der mit Abstand meistgenutzte Messenger in Deutschland und bleibt vorerst uneingeschränkt verfügbar. Gerüchte über eine Abschaltung sind regelmäßig Falschmeldungen, oft im Zusammenhang mit politischen oder datenschutzrechtlichen Diskussionen.

Das bloße Weiterleiten von Chats ist nicht automatisch strafbar, aber es kann es sein, je nach Inhalt. Werden private, intime oder geschützte Inhalte ohne Einwilligung verbreitet, kann das gegen das Persönlichkeitsrecht oder Urheberrecht verstoßen. Besonders problematisch sind Fake News, Hassrede oder Falschinformationen – hier drohen Abmahnungen oder Strafverfahren.

Der größte Nachteil von Signal ist die geringere Verbreitung: Die meisten Nutzer in Deutschland und weltweit haben WhatsApp, nicht Signal. Das bedeutet, man erreicht weniger Kontakte und muss andere zur Installation überreden. Zudem fehlen einige Komfortfunktionen wie erweiterte Gruppenvideoanrufe oder eine Desktop-App mit allen Features – und Signal finanziert sich durch Spenden, was die langfristige Entwicklung unsicherer macht.

Ein einzelner grauer Haken bei Signal bedeutet, dass die Nachricht von deinem Gerät abgesendet wurde. Zwei graue Haken zeigen an, dass die Nachricht auf dem Zielgerät angekommen ist (Zustellung). Zwei gefüllte (blaue) Haken bedeuten, dass der Empfänger die Nachricht gelesen hat. Diese Symbole entsprechen im Prinzip den WhatsApp-Haken, sind aber bei Signal durchgehend standardisiert.

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